Discussion:
Rotlichtsünder
(zu alt für eine Antwort)
Melanie Haring
2012-01-20 21:58:26 UTC
Permalink
Es mag sein, dass Radfahrer manchmal oder öfter ein
rotes Ampellicht Licht nur als Empfehlung sehen,
das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen.

Ich habe allerdings schon oft Radfahrer gesehen,
die tatsächlich ihre Weiterfahrt so lange verzögern,
bis ein grünes Licht zu sehen ist.

Was ich allerdings noch nie gesehen habe, sind Lenker
von Einsatzfahrzeugen, die gesetzeskonform im Einsatz
vor einer roten Ampel rein in Befolgung der entsprechenden
Vorschrift stehen bleiben, bevor sie bei Rot weiterfahren.

Stehengeblieben wird nur, wenn jemand bei Grün in der Querstraße
daherkommt, der wahrscheinlich nicht mehr ohne Gefahr
abbremsen kann.

Aber dass ein Lenker eines Einsatzfahrzeuges auch
ohne Vorhandensein von Querverkehr bei einer roten
Ampel stehenbleibt, so wie wir es alle brav bei einer
Stoptafel machen *hüstel*, das habe ich in meinem
46-jährigen Leben noch genau nie gesehn.

Mel
Manfred Floh
2012-01-20 22:06:09 UTC
Permalink
Post by Melanie Haring
Aber dass ein Lenker eines Einsatzfahrzeuges auch
ohne Vorhandensein von Querverkehr bei einer roten
Ampel stehenbleibt, so wie wir es alle brav bei einer
Stoptafel machen *hüstel*, das habe ich in meinem
46-jährigen Leben noch genau nie gesehn.
Hier in Wien gibt es so Spezialisten, die mit Blaulicht bei Rot bei der
Kreuzung stehen und auch gar nicht weiterfahren. Sehr geistreich, wenn
ich im Querverkehr bei Grün abbremse und defacto stehenbleibe und die
Rettung bleibt trotzdem stehen, weil sie es offensichtlich doch nicht so
eilig haben. Und dann wundern sich die Herrschaften, wenn es dann
manchen egal ist, ob sie im Einsatz sind oder nicht....

Manfred, auch Mittvierziger :)
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2012-01-20 23:12:18 UTC
Permalink
Post by Manfred Floh
dass ein Lenker eines Einsatzfahrzeuges auch ohne Vorhandensein
von Querverkehr bei einer roten Ampel stehenbleibt, [...] habe
ich in meinem 46-jährigen Leben noch genau nie gesehn.
Gelegentlich konnte ich so etwas schon beobachten. Der Regelfall ist
aber eher: abbremsen, langsam ueber die Kreuzung fahren,
beschleunigen (also so aehnlich wie das, was manche von uns bei
einer Stoptafel tun, wenn kein Querverkehr kommt *hust*).
Post by Manfred Floh
Hier in Wien gibt es so Spezialisten, die mit Blaulicht bei Rot
bei der Kreuzung stehen und auch gar nicht weiterfahren.
Es gibt sicherlich keine diesbezuegliche Verpflichtung - und haengt
damit von der Einschaetzung und auch der Risikobereitschaft des
jeweiligen Lenkers ab.

Servus,
Stefan
--
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Hans-Christian Grosz
2012-01-21 19:07:18 UTC
Permalink
Post by Manfred Floh
Hier in Wien gibt es so Spezialisten, die mit Blaulicht bei Rot bei der
Kreuzung stehen und auch gar nicht weiterfahren.
(...) Und dann wundern sich die Herrschaften, wenn es dann
manchen egal ist, ob sie im Einsatz sind oder nicht....
Kenn ich genauso. Erfahrungswert: Wenn der Einsatzwagen wirklich durch
will, dann macht er das auf die herbe Tour, d.h. mit aktiven Drängeln
und permanenten Horn. Alles andere will meiner Erfahrung nicht
weiterkommen, trotz Blaulicht.

Weils grad zum Topic passt, das Highlight meiner doch längeren
Erfahrung in Wien: Letzte Woche in erster Reihe an einer Ampel bei
einer Kreuzung mit 4 Richtungen.
Meine Richtung bekomt grün und danach fahren noch gezählte 5(!) Autos
des Querverkehrs durch. Ich hab schon viel erlebt, aber kam wirklich
das Gefühl auf, man sei im falschen Film.

HC

Für die Wiener: Geiselbergstraße R. Westen, der Querverkehr kam aus
der Leberstrasse, ebenfalls in die Geiselbergstr. R. Westen.
Hans Holbein
2012-01-23 10:53:08 UTC
Permalink
Post by Hans-Christian Grosz
Post by Manfred Floh
Hier in Wien gibt es so Spezialisten, die mit Blaulicht bei Rot bei der
Kreuzung stehen und auch gar nicht weiterfahren.
(...) Und dann wundern sich die Herrschaften, wenn es dann
manchen egal ist, ob sie im Einsatz sind oder nicht....
Ziemlich vertrottelte Betrachtungsweise des Vorposters dessen
Originalpost bei mir nicht aufscheint. Vielleicht ist mal eine
Auffrischung des Führerscheinwissens respektive der Einzug angezeigt?
Post by Hans-Christian Grosz
Kenn ich genauso. Erfahrungswert: Wenn der Einsatzwagen wirklich durch
will, dann macht er das auf die herbe Tour, d.h. mit aktiven Drängeln
und permanenten Horn. Alles andere will meiner Erfahrung nicht
weiterkommen, trotz Blaulicht.
Der Patient droht ohne Gerätemedizin zu kollabieren, er muss sofort ins
KH (Die wenigsten Fahrten der Krankentransporte sind höchst dringlich)
Messerstecherei, die Polizei muss schnellstmöglich an den Ort des
Geschehens.
Aus dem umgefallenen Tanklastzug tritt eine unbekannte Flüssigkeit aus,
die Feuerwehrt muss ein Versickern verhindern. (oder es brennt halt
irgendwo, ein Trottel muss aus seinem Fahrzeug geschnitten werden usw,
die haben fast immer einen guten Grund)
Ein Kunstparker blockiert die Straßenbahn und in weiterer Folge einen
halben Bezirk. (Wurscht bei denen gets um die Kohle, die schauen immer,
daß sie nicht umsonst fahren)
Es riecht nach Gas im ganzen Haus.
Da werden die sicher alles dran setzen, durchzukommen.

Der Patient ist stabilisiert und die Dringlichkeit ist zu niedrig, um
Lärmbelästigung/Risiko zu verursachen.
Der Messerstecher ist im Fond sichergestellt und wird aufs Revier gebracht.
Die Katze sitzt eigentlich eh sicher auf dem Baum.

Erhöhtes Risiko steht in keinem Verhältnis zum Zweck der Einsatzfahrt.

Ds war jetzt leicht.
Post by Hans-Christian Grosz
Weils grad zum Topic passt, das Highlight meiner doch längeren
Erfahrung in Wien: Letzte Woche in erster Reihe an einer Ampel bei
einer Kreuzung mit 4 Richtungen.
Meine Richtung bekomt grün und danach fahren noch gezählte 5(!) Autos
des Querverkehrs durch. Ich hab schon viel erlebt, aber kam wirklich
das Gefühl auf, man sei im falschen Film.
Das ist auf den großen Mehrspurigen hier ganz normal (Gürtelkreuzungen)
Alle regen sich über die bösen Radfahrer auf, aber nach Modal Split
betrachtet, fahren viel mehr KfZ bei rot drüber. Nachts bei geringen
Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend viele Autofahrer so wie
sie es den Radfahrern gerne vorwerfen. Klar, wer merkt sich denn schon
gerne eine Nummer und unter den Lichtverhältnissen wär eine Kamera zu
langsam.
Post by Hans-Christian Grosz
HC
Für die Wiener: Geiselbergstraße R. Westen, der Querverkehr kam aus
der Leberstrasse, ebenfalls in die Geiselbergstr. R. Westen.
Bin zwar aus Wien, kenn die Ecke aber nicht, muss wohl 10. oder 11. sein.
Thomas Koller
2012-01-23 11:35:40 UTC
Permalink
Post by Hans Holbein
Nachts bei geringen
Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend viele Autofahrer so wie
sie es den Radfahrern gerne vorwerfen. Klar, wer merkt sich denn schon
gerne eine Nummer und unter den Lichtverhältnissen wär eine Kamera zu
langsam.
Ist das in Wien so anders? Hier gibts zwar immer wieder Leute die
bei "gerade erst rot" noch schnell durchwollen, aber bei "schon lange
rot" (wie es den Radfahrern gern vorgeworfen wird) erlebe ich extrem
selten dass ein Auto durchfährt, selbst wenn es "nur" Fussgängerampeln
sind, bei denen der Fussgänger schon lange durch ist. Auch nicht in der
Nacht.

Und wie meinst du das mit zu langsamer Kamera unter den Lichtverhältnissen?
Geht es dir um den Fall dass du selbst Hilfssheriff spielst/die
Polizei bei ihrer schweren Aufgabe unterstützt (je nach Sichtweise ;-) )
indem du mit deiner Handykamera ein Foto machst und den dann anzeigst?
Automatische Anlagen haben da ja kein Problem das auch in der Nacht zu
überwachen, die schalten einfach den Blitz dazu.

Tom
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2012-01-23 21:36:53 UTC
Permalink
Post by Thomas Koller
Nachts bei geringen Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend
viele Autofahrer so wie sie es den Radfahrern gerne vorwerfen.
Ist das in Wien so anders?
Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestaetigen - ich weiss gar nicht
mehr, wann ich den letzten Autofahrer bei "schon lange rot" ueber eine
Kreuzung fahren sehen habe, unabhaengig von der Uhrzeit.

Dunkelgelb hingegen ist ein anderes, leidiges Kapitel.

Servus,
Stefan
--
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Vergnügen, mehr als man hofft. Stefan: begehrlich und nett.
(Sloganizer)
Otto A d a m
2012-01-24 05:28:20 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Thomas Koller
Nachts bei geringen Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend
viele Autofahrer so wie sie es den Radfahrern gerne vorwerfen.
Ist das in Wien so anders?
Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestaetigen - ich weiss gar nicht
mehr, wann ich den letzten Autofahrer bei "schon lange rot" ueber eine
Kreuzung fahren sehen habe, unabhaengig von der Uhrzeit.
Ich habe voriges Wochenende - nach sehr langer Zeit - wieder einen
gesehen, der eine rote Ampel einfach ignoriert hat. Ich denke, der hat
die schlicht uebersehen.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Dunkelgelb hingegen ist ein anderes, leidiges Kapitel.
Ja. Schlimm, das. Am meisten aergern mich die Zeitgenossen, die vor mir
zuerst nicht weiterkommen und dann seelenruhig bei Rot noch in die
Kreuzung einfahren....

mfg
otto
Hans Holbein
2012-01-24 17:47:36 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Thomas Koller
Nachts bei geringen Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend
viele Autofahrer so wie sie es den Radfahrern gerne vorwerfen.
Ist das in Wien so anders?
Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestaetigen - ich weiss gar nicht
mehr, wann ich den letzten Autofahrer bei "schon lange rot" ueber eine
Kreuzung fahren sehen habe, unabhaengig von der Uhrzeit.
Dunkelgelb hingegen ist ein anderes, leidiges Kapitel.
Fahr mal selbst bei dunkelgelb und konzentrier dich darauf, wie viele
andere noch hinter dir drüberfahren.

Mein Tip:
2 bis 3.
Robert Waldner
2012-01-23 23:44:06 UTC
Permalink
Post by Thomas Koller
Post by Hans Holbein
Nachts bei geringen
Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend viele Autofahrer so wie
sie es den Radfahrern gerne vorwerfen. Klar, wer merkt sich denn schon
gerne eine Nummer und unter den Lichtverhältnissen wär eine Kamera zu
langsam.
Ich erleb das eher unter Tags bei dichtem Verkehr - da schauen glaub ich
viele einfach nicht auf die Ampeln, sondern nur auf den Vordermann. Und
wenn das 4-5 machen hinter einem, der bei Geld noch drueberhuscht, faehrt
der letzte dann noch drueber, waehrend der Querverkehr schon laengst Gruen
hat.
Post by Thomas Koller
Ist das in Wien so anders? Hier gibts zwar immer wieder Leute die
bei "gerade erst rot" noch schnell durchwollen, aber bei "schon lange
rot" (wie es den Radfahrern gern vorgeworfen wird) erlebe ich extrem
selten dass ein Auto durchfährt, selbst wenn es "nur" Fussgängerampeln
sind, bei denen der Fussgänger schon lange durch ist. Auch nicht in der
Nacht.
Das deckt sich mit meinen Beobachtungen aus > 2 Jahrzehnten wohnen in Wien.
Wobei's natuerlich schon auch hin&wieder Idioten gibt, die dich anhupen,
weil du es gewagt hast, bei Gelb tatsaechlich stehen zu bleiben. Das
tatsaechlich eher bei kaum Verkehr abends/nachts, und eher in den
Aussenbezirken.

cheers,
&rw
--
-- Smoke crack.
-- Worship Satan.
-- Admin Windows.
Hans Holbein
2012-01-24 17:45:37 UTC
Permalink
Post by Thomas Koller
Post by Hans Holbein
Nachts bei geringen
Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend viele Autofahrer so wie
sie es den Radfahrern gerne vorwerfen. Klar, wer merkt sich denn schon
gerne eine Nummer und unter den Lichtverhältnissen wär eine Kamera zu
langsam.
Ist das in Wien so anders? Hier gibts zwar immer wieder Leute die
bei "gerade erst rot" noch schnell durchwollen, aber bei "schon lange
rot" (wie es den Radfahrern gern vorgeworfen wird) erlebe ich extrem
selten dass ein Auto durchfährt, selbst wenn es "nur" Fussgängerampeln
sind, bei denen der Fussgänger schon lange durch ist. Auch nicht in der
Nacht.
Es ist nicht wie bei den Radfahrern, daß da einer sich an einer lange
schon roten Kreuzung orientiert und entscheidet (so deppert sind die
wenigsten, daß die bewusst ihr Leben riskieren), das ginge auch gar
nicht, weil man meist nicht den Einblick hat und auch nciht hört ob was
ausserhalb des Blickfeldes kommen könnte.
Es sind bei vielen Kreuzungen die ich regelmäßig frequentiere ist es so,
daß nach dem eindeutigen Rot (qualifizierter Rotlichtverstoß) noch 2 bis
3 Fahrzeuge PRO SPUR! rüberfahren.
Die leute wissen meist, daß das noch gerade gefahrlos geht, da diese
Kreuzungen garantiert von wartendem Querverkehr vollgestanden sind und
die Räumzeit sich ausgeht, wenn man nur schnell genug fährt.

Gefährlich wird es dann, wenn einer gut abgestimmt mit etwas vorspeed in
die grün werdende Kreuzung einfahren würde. da reicht dann die Räumzeit
nicht aus respektive kann der eventuell gar nicht sehen, daß da noch
einer daherkommt.
Auch für frisch angelegte Radstreifenbenutzer wird das sehr gefährlich,
denn der kann auch mit Restgeschwindigkeit in eine aufmachende Kreuzung
einfahren, obwohl der MIV steht respektive erst anfährt.
Ist mir neulich erst passiert, da stand ich am Voderrad mit 2 cm Abstand
zu dem "noch bei kirschgelb" durchhuschenden Fahrzeug.
Post by Thomas Koller
Und wie meinst du das mit zu langsamer Kamera unter den Lichtverhältnissen?
Eine Nummer, so habe ich die Erfahrung gemacht, merkst du dir nicht
eindeutig genug für eine Anzeige. Bei Dunkelheit braucht die Kamera
meist etwas länger um überhaupt zu merken, was du ungefähr anvisieren
willst, und schiesst dann mit dem Blitz rein, was natürlich auf die dann
bereits entstandene Entfernung zu einem unterbelichteten Bild fürht.
Post by Thomas Koller
Geht es dir um den Fall dass du selbst Hilfssheriff spielst/die
Polizei bei ihrer schweren Aufgabe unterstützt (je nach Sichtweise ;-) )
Die Polizei sollte damit gar nichts zu tun haben. Das ist Sache des
Staatsanwaltes.
Die Sitten werden rauher, und ich bin zu alt, mich um mein Recht zu
prügeln.
Post by Thomas Koller
indem du mit deiner Handykamera ein Foto machst und den dann anzeigst?
Kleine Digitalkamera, immer dabei. Erinnerungsprotokoll -
Staatsanwaltschaft, wenn es herb war. Meist ist mir das schon zu viel
Hacken. Aber der Blitz reicht für 15 Minuten stiller Einkehr.
Post by Thomas Koller
Automatische Anlagen haben da ja kein Problem das auch in der Nacht zu
überwachen, die schalten einfach den Blitz dazu.
Vor automatischen Anlagen, so sie bekannt sind wird auch nicht geblödelt.
David Seppi
2012-01-25 16:20:31 UTC
Permalink
Post by Hans Holbein
Die Polizei sollte damit gar nichts zu tun haben. Das ist Sache des
Staatsanwaltes.
Fällt Überfahren einer roten Ampel schon unter Gemeingefährdung, oder
welche gerichtlich strafbare Handlung siehst Du da als gegeben an?
--
David Seppi
1220 Wien
Hans Holbein
2012-01-25 16:32:29 UTC
Permalink
Post by David Seppi
Post by Hans Holbein
Die Polizei sollte damit gar nichts zu tun haben. Das ist Sache des
Staatsanwaltes.
Fällt Überfahren einer roten Ampel schon unter Gemeingefährdung, oder
welche gerichtlich strafbare Handlung siehst Du da als gegeben an?
§176 könnte unte Umständen greifen.
Eine Eingabe an den Staatsanwalt gibts aber nicht wegen überfahren roter
Ampeln.
David Seppi
2012-01-25 16:29:41 UTC
Permalink
Nachts bei geringen Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend
viele Autofahrer so wie sie es den Radfahrern gerne vorwerfen. Klar,
wer merkt sich denn schon gerne eine Nummer und unter den
Lichtverhältnissen wär eine Kamera zu langsam.
Inwieweit wäre da eine Anzeige überhaupt erfolgreich? Da steht ja dann
Aussage gegen Aussage, wenn man als Täter nicht gerade mehrere Zeugen
gegen sich hat.
--
David Seppi
1220 Wien
Hans Holbein
2012-01-26 13:27:36 UTC
Permalink
Post by David Seppi
Nachts bei geringen Verkehrsaufkommen verhalten sich überraschend
viele Autofahrer so wie sie es den Radfahrern gerne vorwerfen. Klar,
wer merkt sich denn schon gerne eine Nummer und unter den
Lichtverhältnissen wär eine Kamera zu langsam.
Inwieweit wäre da eine Anzeige überhaupt erfolgreich? Da steht ja dann
Aussage gegen Aussage, wenn man als Täter nicht gerade mehrere Zeugen
gegen sich hat.
Keine Ahnung.
Es ist auf jeden Fall unangenehm für den Betroffenen.

Otto A d a m
2012-01-21 07:33:25 UTC
Permalink
Post by Melanie Haring
Aber dass ein Lenker eines Einsatzfahrzeuges auch
ohne Vorhandensein von Querverkehr bei einer roten
Ampel stehenbleibt, so wie wir es alle brav bei einer
Stoptafel machen*hüstel*, das habe ich in meinem
46-jährigen Leben noch genau nie gesehn.
Und das ist gut so. Weil es dem Einsatzfahrzeug sofort als
Vorrangverzicht ausgelegt werden wuerde, und keiner es "rueberlassen"
wuerde. Und dann koennen sie nicht rechtzeitig zum Parksuender kommen,
oder wasimmer der Grund der Einsatzfahrt sein mag.

mfg
otto
David Seppi
2012-01-21 14:56:15 UTC
Permalink
Post by Otto A d a m
Und das ist gut so. Weil es dem Einsatzfahrzeug sofort als
Vorrangverzicht ausgelegt werden wuerde, und keiner es "rueberlassen"
wuerde.
Man bricht also bewußt geltendes Recht, damit andere es nicht brechen
können? Das ist nicht die Methode, die ich von der Polizei sehen will.
Gab es diesbezüglich schon (Verwaltungs-)Strafverfahren oder
Schadenersatzprozesse?
--
David Seppi
1220 Wien
Otto A d a m
2012-01-21 15:07:40 UTC
Permalink
Post by David Seppi
Post by Otto A d a m
Und das ist gut so. Weil es dem Einsatzfahrzeug sofort als
Vorrangverzicht ausgelegt werden wuerde, und keiner es "rueberlassen"
wuerde.
Man bricht also bewußt geltendes Recht, damit andere es nicht brechen
können?
Wenn's funktioniert soll es mir recht sein.
Post by David Seppi
Das ist nicht die Methode, die ich von der Polizei sehen will.
Ich seh das entspannt.
Post by David Seppi
Gab es diesbezüglich schon (Verwaltungs-)Strafverfahren oder
Schadenersatzprozesse?
Toll, wenn dann die Rettung zu spaet kommt, um Strafverfahren zu vermeiden.

mfg
otto
David Seppi
2012-01-21 17:58:07 UTC
Permalink
[...]
Post by Otto A d a m
Post by David Seppi
Man bricht also bewußt geltendes Recht, damit andere es nicht brechen
können?
Wenn's funktioniert soll es mir recht sein.
Es funktioniert aber nur so lange, bis es kracht.
Post by Otto A d a m
Post by David Seppi
Das ist nicht die Methode, die ich von der Polizei sehen will.
Ich seh das entspannt.
Für mich ist es eine Unterwanderung des rechtsstaatlichen Prinzips, wenn
die Polizei nur durch Mißachtung von Gesetzen funktionieren kann.
Post by Otto A d a m
Post by David Seppi
Gab es diesbezüglich schon (Verwaltungs-)Strafverfahren oder
Schadenersatzprozesse?
Toll, wenn dann die Rettung zu spaet kommt, um Strafverfahren zu vermeiden.
Wenn die Gesetze nicht funktionieren, dann soll man die ändern - aber
nicht deren Übertretung deswegen dulden oder gar voraussetzen.
Toll, wenn dann die Rettung zu spät kommt, weil sie einen Unfall baut.
--
David Seppi
1220 Wien
Otto A d a m
2012-01-21 18:51:39 UTC
Permalink
Post by David Seppi
Wenn die Gesetze nicht funktionieren, dann soll man die ändern - aber
nicht deren Übertretung deswegen dulden oder gar voraussetzen.
Das waere natuerlich noch besser. So lange die Regelung aber Praxisfremd
ist, bin ich dafuer die funktionierende Praxis beizubehalten. Es macht
auch in der Praxis keinen Unfallhaeufungsunterschied, ob sich jetzt
einer (mit Blaulicht und Folgetonhorn eingeschaltet) gleich langsam "in
die Kreuzung reintastet" oder zuerst haelt und sich dann langsam reintastet.

mfg
otto
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